pinot noir - jahrgang 2011
_____ein heisser start
statt kunstdünger einzusetzen, haben wir eine bodenbegrünung mit blumen und kräutern angelegt;
fenchel, ringelblumen, weinberglauch und viele andere tiefwurzler lockern den boden auf und locken eine vielzahl von insekten an
im zweiten jahr nach der umstellung können wir bereits feststellen, dass sich die alten rebstöcke wohl fühlen und gut gedeihen

noch hat der farbumschlag nicht eingesetzt
"der rebe und der geiss, ist es nie zu heiss!" lautet ein altes sprichwort und dieses frühjahr beweist dies eindrücklich
während unsere fahrgassenbegrünung, die kräuter und blumen zwischen den rebzeilen, mit der trockenheit kämpfen, schiessen die ca. 40 jährigen rebstöcke ihre äste saftig aus
uns schmerzt ab und zu, die starken schösse auszubrechen um die durchlüftung der blattwand zu gewährleisten, aber qualität kommt vor quantität!

die gescheine sind schon deutlich erkennbar
der boden ist noch gefroren, als wir die letztjährigen äste abschneiden und die strecker für dieses jahr bestimmen müssen
diese auswahl fällt nicht immer leicht
noch schläft der rebberg und der saft ist tief in der erde und wartet auf die wärmende sonne des frühlings
dies ist auch die zeit der unterhaltsarbeiten an der anlage; wir ersetzten 10 akazienpfähle welche nach 40 jahren doch noch morsch geworden sind mit brandneuen rubinienpfählen aus der region. wir ersetzen verrostete drähte und spannen ein weiteres drahtpaar auf 1,9 metern um die laubwand höher wachsenlassen zu können
jedes gescheine braucht, um süsse, aromatische trauben produzieren zu können, mindestens 7 grosse blätter

kaum vorstellbar, dass hier im sommer eine üppige, grüne rebenlandschaft erblühen wird! unser rebhaus im winterschlaf
